Dämmung von Decken
Effizient und kostengünstig
Die Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke gehört zu den wirtschaftlichsten und effektivsten Maßnahmen einer energetischen Sanierung. Sie reduziert Wärmeverluste, verbessert den Wohnkomfort und senkt dauerhaft die Heizkosten.
Besonders in Bestandsgebäuden, die häufig unzureichend gedämmt sind, lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand eine deutliche Energieeinsparung erzielen. Während die Dämmung der obersten Geschossdecke den Wärmeverlust nach oben reduziert, sorgt die Kellerdeckendämmung für mehr Behaglichkeit in den Wohnräumen über dem unbeheizten Untergeschoss. Beide Maßnahmen ergänzen sich optimal und tragen zu einem spürbar stabileren Raumklima bei.
Dämmung der obersten Geschossdecke
Die oberste Geschossdecke bildet die Trennschicht zwischen dem beheizten Wohnbereich und dem meist unbeheizten Dachraum. Da warme Luft nach oben steigt, geht hier ohne Dämmung besonders viel Energie verloren. Ist der Dachboden nicht ausgebaut und wird auch künftig nicht als Wohnraum genutzt, ist die Dämmung der Geschossdecke meist die kostengünstigste und einfachste Variante. Hier kommen häufig Mineralwolle, Holzfaserplatten oder PU-Dämmplatten zum Einsatz. Die Dämmung kann als Auflagedämmung lose verlegt oder als druckfeste Platte ausgeführt werden, wenn der Dachboden weiterhin begehbar bleiben soll. Wichtig ist die luftdichte Ausführung, insbesondere bei Holzbalkendecken. Undichte Stellen können zu Tauwasser und Schimmelpilzbildung führen. Bei Betondecken ist die Montage vergleichsweise unkompliziert, dennoch sollten Anschlüsse an Wände, Türen oder Installationen sorgfältig ausgeführt werden.
Nach dem geltenden Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen oberste Geschossdecken von beheizten Räumen gedämmt werden, um einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) zu erreichen, was Wärmeverluste reduziert und Heizkosten senkt, wobei oft Dämmplatten auf der Decke ausgelegt werden. Die Pflicht gilt bei Gebäuden, die jährlich mindestens vier Monate auf mindestens 19 Grad Celsius Innentemperaturen beheizt werden, mit Ausnahme für am 1. Februar 2002 vom Eigentümer selbst bewohnte Ein- und Zweifamilienhäuser. Bei einem Eigentümerwechsel ist der neue Eigentümer verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren die Pflicht zu erfüllen. Sie gilt als erfüllt, wenn anstelle der obersten Geschossdecke das darüberliegende Dach entsprechend gedämmt ist.
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Dämmung der Kellerdecke
Die Kellerdeckendämmung ist besonders sinnvoll, wenn der Keller unbeheizt ist, aber darüber Wohnräume liegen. Sie sorgt dafür, dass die Wärme in den Erdgeschossräumen bleibt und verhindert unangenehm kalte Fußböden. Sie reduziert die Wärmeverluste nach unten um bis zu 20 Prozent.
Häufig werden harte Dämmplatten verwendet, die direkt unter die Decke des Kellers geklebt oder gedübelt werden. Bei sehr unebenen Decken können zusätzliche Unterkonstruktionen notwendig sein. Für die Materialauswahl spielen Dicke und Dämmwert eine Rolle. Je höher der Dämmwert, desto größer der Effekt. Allerdings muss die verfügbare Raumhöhe berücksichtigt werden, da dickere Platten die Durchgangshöhe reduzieren.
Bei feuchten Kellern oder Räumen mit möglicher Kondensatbildung sollte ein feuchteresistenter Dämmstoff gewählt werden. Zudem müssen Heizungsrohre, Leitungen und Installationen sauber eingebunden werden, um Wärmebrücken zu vermeiden.
Auch hier schreibt das GEG beim Anbringen von Deckenbekleidungen für die betroffenen Flächen in der Regel einen U-Wert von 0,24 W/(m²K) vor – Ausnahmen und Sonderregelungen sind je nach Begebenheit möglich.
Vorteile beider Maßnahmen
Die Kombination aus Geschossdecken- und Kellerdeckendämmung bietet ein energetisch wirkungsvolles Gesamtpaket. Häuser lassen sich im Winter deutlich schneller beheizen und halten die Temperatur besser. Auch das Wohngefühl verbessert sich: Zugerscheinungen und kalte Böden gehören der Vergangenheit an. Zudem profitieren Eigentümer von dauerhaft niedrigeren Heizkosten und einer Wertsteigerung ihres Gebäudes. Viele Förderprogramme unterstützen die Maßnahmen, wenn bestimmte technische Standards eingehalten werden.
Fazit
Die Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke zählt zu den effizientesten und kostengünstigen Modernisierungsmaßnahmen. Sie lässt sich meist ohne großen baulichen Aufwand umsetzen und bietet langfristig gute Einsparpotenziale. Wer sorgfältig plant, geeignete Materialien auswählt und eine fachgerechte Ausführung sicherstellt, kann den Energieverbrauch seines Hauses erheblich reduzieren und den Wohnkomfort nachhaltig steigern.
Anna Katharina Fricke
Chefredakteurin
